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Zell Harmonie - Basis

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Adaptogene
10 natürliche Helfer gegen Stress

Viele Adaptogene Pflanzen liegen auf dem Tisch

Adaptogene sind natürliche Inhaltsstoffe in Kräutern, Pilzen oder Wurzeln. Sie helfen dabei, kurz- und langfristig, die Widerstandsfähigkeit gegenüber körperlichem oder geistigem Stress zu erhöhen [1,2].

Die neueste Forschung zeigt aber auch, dass Adaptogene Müdigkeit entgegenwirken, die geistige Leistungsfähigkeit steigern, sowie Depressionen und Ängste lindern können [3,4].

In diesem Artikel erfährst du was Adaptogene sind, wie sie wirken und welche gesundheitlichen Vorteile mit der Einnahme von adaptogenen Pflanzen verbunden sind. Zudem stellen wir dir die 10 außergewöhnlichsten Adaptogene vor.

Was sind Adaptogene?

Adaptogene sind im Wesentlichen eine Pflanzengattung, welche die Widerstandsfähigkeit und Toleranz gegenüber Stress erhöht [1,2,5].

Adaptogene Pflanzen werden seit Tausenden von Jahren in der traditionellen Medizin auf der ganzen Welt verwendet. Vor allem in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sind die Heilpflanzen zum Einsatz gekommen, später dann auch in Russland.

Der Begriff Adaptogene wurde 1947 von dem sowjetischen Wissenschaftler Nicolai Lazarev geprägt. Damals brauchten die russischen Soldaten mehr Widerstandskraft. Adaptogene halfen ihren Körpern, Stress auf natürliche Weise zu bewältigen und sich anzupassen [3].

Aus dem Englischen to adapt  abgeleitet, bedeutet der Begriff Adaptogene sich anpassen.

Heutzutage sind adaptogene Pflanzen dank ihrer lindernden Eigenschaft bei psychischen, physischen und chemischen Stressfaktoren sehr beliebt.

In den letzten Jahrzehnten veröffentlichten Wissenschaftler zahlreiche Studien und umfassende Bewertungsberichte über die Wirksamkeit und Sicherheit adaptogener Pflanzen [6,7,8].

Die Forschung zeigt, dass Adaptogene ein sehr großes Potenzial haben den Körper auf natürliche Weise zu stärken.

Adaptogene sind Inhaltsstoffe von bestimmten Pflanzen, welche die Widerstandsfähigkeit und Toleranz gegenüber Stress erhöhen. Sie werden seit Jahrtausenden in der traditionellen Medizin genutzt.

Adaptogene gegen Stress

Die körperliche Reaktion auf Stress ist nach der Theorie von Hans Selye in drei Phasen unterteilbar. Adaptogene haben dabei einen Stressschützenden sowie einen Stimmulierenden Eingenschaft [9]:

  1. Die Alarmphase
    Stress entsteht auf verschiedenen Wegen, z. B. durch Säbelzahntiger-Attacken, Streit mit deinem Partner oder durch einen überreagierenden Chef. Es kommt zur Ausschüttung von Stresshormonen (Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol), welche als kurzfristige Energiereserven dienen. Der Körper ist in Alarmbereitschaft, es kommt zu einer sofortigen Leistungssteigerung.
  2. Die Phase der Resistenz
    Wenn die Stresssituation weiter anhält, folgt als nächstes die Phase der Resistenz. In diesem Stadium passt sich der Organismus so an, dass er Resistenzen gegenüber den ausgeschütteten Stresshormonen aufbaut.
  3. Die Phase der Erschöpfung
    Wenn es dem Organismus nicht mehr möglich ist die Resistenz gegenüber den Stresshormonen aufrechtzuerhalten, tritt die Phase der Erschöpfung ein. Diese geht mit einer verminderten Leistungsfähigkeit, einer erhöhten Infektanfälligkeit und Ermüdung einher. Teilweise können sich auch Angst- und Depressionssyndrome zeigen.

Die stressschützende Eigenschaft von adaptogenen Pflanzen hängt also mit der Regulierung des Gleichgewichts in Stresssituation zusammen.

Sie erhöhen die Resistenz gegenüber Stress und verringern die Empfindlichkeit gegenüber den Stressoren (Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol). Somit wird anstelle der Erschöpfungsphase ein Gleichgewichtsniveau (die Homöostase) erreicht.

Adaptogene schaffen einen Ausgleich im Körper während der Stressreaktion.

Gesundheitliche Auswirkung

Adaptogene können sehr effektiv bei der Linderung von Stress sein, haben aber auch andere gesundheitliche Vorteile.

Klinische Studien mit Adaptogenen wie Ginseng, Rosenwurz, Schisandra, Ashwagandha, (…) zeigen, dass Adaptogene bei der Behandlung von Virusinfektionen in allen Stadien des Entzündungsprozesses unterstützend sind und für die Genesung des Organismus nützlich sein können, indem sie [4]:

  1. Das angeborene Immunsystem stärken
  2. Entzündungshemmend wirken
  3. Entgiften und (durch oxidativen Stress) geschädigte Zellen reparieren
  4. Das Andocken oder die Replikation von Viren hemmen
  5. Die Lebensqualität während der Genesung verbessern

Ebenso können Adaptogene die Nebennieren entlasten, die bei einer Überbelastung Muskelschwund, Hyperglykämie oder unterdrückte Immun- oder Entzündungsreaktionen verursachen können [10].

Weitere Studien legen nahe, dass die folgenden pflanzlichen Adaptogene als Schlafmittel wirken können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schlaftabletten verursachen diese aber keine Abhängigkeit [11,12,13].

Das Wirkspektrum ist aufgrund der Vielfalt an Adaptogenen sehr groß. Oftmals ist die Kombination aus verschiedenen Heilpflanzen eine gute Wahl.

Klinische Studien haben verschiedene Wirkungen von Adaptogenen nachweisen können, darunter stressregulierend, immunreguliereden, schlaffördernd und Entzündungshemmend.

10 pflanzliche Adaptogene

Studien belegen die außergewöhnliche Wirkung der folgenden Adaptogene.

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Adaptogen Potenzielle Wirkung
1. Ashwagandha (Withania somnifera) Stressreduzierung, Schlafregulierung, kognitive Leistungsfähigkeit [14-18]
2. Maca (Lepidium meyenii) Spermienqualität, Wechseljahrbeschwerden, Nährstofflieferant [19-23]
3. Astragalus (Astragalus membranaceus) Entzündungshemmend, antioxidativ, verstärkt Telomerase und Immunabwehr [24-33]
4. Rosenwurz (Rhodiola rosea) Entzündungshemmend, lindert Depression, reguliert Müdigkeit [6, 34-38]
5. Ginseng (Panax ginseng) Entzündungshemmend, kognitive Leistungsfähigkeit [7,39-43]
6. Reishi Pilz (Ganoderma lucidum) Stressreduzierung, Schlafregulierung, verstärkt Immunabwehr [44-55]
7. Chaga Pilz (Inonotus obliquus) Verstärkt Immunabwehr, Entzündungshemmend, Stressreduzierung [56-65]
8. Raupenpilz (Cordyceps Sinensis) Verbessert Stoffwechselfunktion, Unterstützung der Libido [66-70]
9. Schisandra Beere (Schisandra chinensis) Kognitive Leistungsfähigkeit, lindert Depression, Schlafregulierung [71-75]
10. Goji-Beere (Lycium chinense) Nährstofflieferant, antioxidativ [76-85]

Ashwagandha

Ashwagandha, auch bekannt als Withania somnifera, wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin verwendet. Der Name Withania somnifera bedeutet schlaffördernd. Deshalb ist Ashwagandha auch unter dem Namen Schlafbeere bekannt.

Diese einzigartige Pflanze enthält Withanolide, die nur in Ashwagandha zu finden sind. Dank diesem und anderen Wirkstoffen hat Ashwagandha positive Auswirkungen auf den Körper [14].

Eine randomisierte Placebo-Studie, die 2019 im Medicine veröffentlicht wurde, ergab, dass die tägliche Einnahme von 240 mg Ashwagandha über einen Zeitraum von 60 Tagen eine signifikante Stressreduzierung auf Zellebene bewirken kann [15].

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2021 ergab, dass Ashwagandha-Wurzelextrakt die Schlafqualität verbessern und bei der Behandlung von Schlaflosigkeit helfen kann [16,17].

Ebenso wurde beobachtet, dass Ashwagandha bei Patienten mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen (LKB) sowohl im Kurzzeit- als auch Langzeitgedächtnis, die kognitive Leistung steigern kann [18].

In allen oben genannten Studien sind keine Nebenwirkungen bei den Probanden aufgetreten. Du kannst Ashwagandha in Pulver- oder Kapselform einnehmen.

  • Pulver: 3 bis 6 Gramm pro Tag
  • Kapseln: 350 bis 600 Milligramm pro Tag

Ashwaganda ist eine beliebte Nahrungsergänzung. Denn die enthaltenen Withanolide in Ashwaganda können den Körper bei Schlaf, Konzentration oder Stress unterstützen.

Maca

Maca ist eine Pflanze, die in den Anden auf ca. 4000 Meter Höhe beheimatet ist. Dort wird Maca als Nahrungsmittel und als natürliche Medizin verwendet.

Maca ist dafür bekannt die Libido und die Fruchtbarkeit zu steigern, Stress abzubauen und die geistige Leistungsfähigkeit sowie Stimmung zu verbessern [19].

Die adaptogenen Eigenschaften von Maca sind auf den hohen Nährstoffgehalt zurückzuführen. Maca enthält Kalzium, Phosphor, Kalium, die Vitamine C und E, Zink, Selen und Eisen [19].

Eine 2017 veröffentlichte Placebo-Studie mit 69 Männer und einer täglichen Einnahmemenge von 2 Gramm Maca über 12 Wochen hat eine signifikante Verbesserung der Spermienkonzentration in der Maca-Gruppe aufgewiesen [20].

Weiterhin gibt es Studien mit Frauen in den Wechseljahren. Diese Studien haben ergeben, dass Maca die Wechseljahrbeschwerden – wie z. B. Hitzewallungen oder Schlaflosigkeit – lindern kann. Hier wurde Maca zusammen mit andere Adaptogenen verwendet [21,22].

Maca gilt allgemein als sicher. Einnehmen kannst du Maca sowohl in Pulver- als auch in Kapselform [23].

  • Pulver: 1,5 bis 5 Gramm pro Tag
  • Kapseln: 500 Milligramm pro Tag

Maca ist ein guter Nährstofflieferant und kann positive Auswirkungen auf Libido, Spermienqualität und Wechseljahrbeschwerden haben.

Astragalus

Astragalus membranaceus, auch bekannt als Huang-Qi, ist ein Wurzelgemüse. Es zählt zu den wichtigsten Kräutern, die in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet werden [24].

Das Kraut enthält Saponine und Polysaccharide, die unter dem Begriff Astragaloside zusammengefasst werden. Diese Inhaltsstoffe haben mehrere gesundheitliche Vorteile [25].

Eine 2017 veröffentlichte Studie ergab, dass Astragalus Entzündungen im Körper wirksam lindern kann. [26].

Ebenso kann in verschiedenen Zelltypen eine antioxidative Wirkung auftreten. Dadurch werden die Zellen vor Schäden durch oxidativen Stress geschützt [27].

Zudem kann die körpereigene Produktion der weißen Blutkörperchen angeregt werden. Weiße Blutkörperchen sind ein essenzieller Bestandteil des Immunsystems und dafür verantwortlich den Körper vor Viren zu schützen [28].

Durch die Linderung von oxidativem Stress und Entzündungen, sowie die Stärkung des Immunsystems kann Astragalus die Autophagie im Körper unterstützen. Autophagie ist der Zellerneuerungsprozess im Körper [29].

Weiterhin haben Forscher eine signifikante Verlängerung der Telomere bei einer Einnahme der Astragalus Wurzel beobachtet. Telomere schützen die Enden der Chromosomen während der Zellteilung, damit die Körperzelle nicht während des Teilungsprozesses abstirbt. Die Länge der Telomere ist ein ausschlaggebender Faktor des biologischen Alters [30,31].

Für die meisten Menschen ist Astragalus gut verträglich. Jedoch traten in wenigen Studien auch schwache Nebenwirkungen, wie Ausschlag, Juckreiz oder eine laufende Nase, auf [32,33].

Einnehmen kannst du Astragalus als Pulver oder Tee.

  • Pulver: 500 bis 1500 Milligramm pro Tag
  • Tee: 3 bis 6 Gramm Pulver mit 350 Milliliter heißem Wasser aufgießen

Astragalus kann dein Immunsystem stärken sowie Autophagie und Telomerase regulieren. Selten können jedoch leichte Nebenwirkungen auftreten.

Rosenwurz

Rosenwurz ist eine Pflanze, die in den nördlichen Regionen Europas, Asiens und Nordamerikas wächst. Die Wurzel der Pflanze wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin verwendet, um die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers zu unterstützen [34].

Rosenwurz hat nachweislich eine entzündungshemmende Wirkung bei verschiedenen Krankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurodegenerativen Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen oder Arthritis [35].

Ebenso ergab eine Placebo-Studie aus dem Jahr 2020 (über 12 Wochen mit 100 Probanden), dass Rosenwurz die Symptome von Angstzuständen und Depression wirksam lindern kann [36,37].

Eine weitere Studie kam zu dem Ergebnis, dass Rosenwurz bei Müdigkeit oder Schwächezuständen helfen kann [38].

In allen oben genannten Studien sind keine Nebenwirkungen bei den Probanden aufgetreten. Dennoch sollte bei medikamentöser Behandlung die Zustimmung des behandelnden Arztes eingeholt werden [6].

Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene beträgt:

  • 200 bis 600 Milligramm Rhodiola Extrakt pro Tag

Rhodiola Rosea kann bei Depressionen, Schlafstörungen oder Entzündungen ein wirksames Hilfsmittel sein.

Panax Ginseng

Panax Ginseng wird auch asiatischer oder koreanischer Ginseng genannt. Er wird seit Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Er ist eines der bekanntesten Adaptogene.

Ginseng enthält aktive Inhaltsstoffe, unter anderem Ginsenoside, die für viele seiner Vorteile verantwortlich sind [39].

Ginseng kann durch seine entzündungshemmende Wirkung den oxidativen Stress im Körper senken. Oxidativer Stress kann eine Reihe von Zellfunktionen negativ beeinträchtigen. Dadurch werden Zustände wie Alterung, Krebs und neurodegenerative Krankheiten verursacht [41,42].

Weiterhin kann Ginseng sich positiv auf die kognitiven Funktionen und die körperliche und geistige Ausdauer auszuwirken. Diese Erkenntnis ist das Ergebnis aus einer zusammenfassenden Recherche von 46 Studien [43].

Forschungsergebnissen zufolge sollten bei der Einnahme von Ginseng keine unerwünschten Nebenwirkungen auftreten. Einnehmen kannst du Ginseng als Pulver oder Tee [7].

  • Pulver: 200 – 400 Milligramm pro Tag
  • Tee: 1 – 2 Gramm Pulver mit 350 Milliliter heißem Wasser aufgießen

Achte beim Kauf darauf, dass es sich um ein Standard-Ginsengextrakt mit einem Gesamtgehalt an Ginsenosiden von 2 bis 3 % handelt. Damit wird die Absorption erhöht und die volle Wirkung erzielt.

Ginseng kann nachweislich Stress abbauen, das Energieniveau erhöhen und die Symptome von Depressionen lindern.

Reishi

Reishi, auch Baum des Lebens oder Pilz der Unsterblichkeit genannt, wird seit über 2000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Für sein Wachstum bevorzugt er besonders warme und feuchte Gebiete. Somit ist er vor allem im asiatischen Raum zu finden [44,45].

Seine Beliebtheit in der Medizin hat er Molekülen wie Triterpenoide, Polysaccharide oder Peptidoglykane zu verdanken. Diese sind für viele der gesundheitsfördernden Wirkungen verantwortlich [46,47].

Der Reishi Pilz kann das Immunsystem in seiner Funktion unterstützen. Der jetzige Forschungsstand zeigt eine positive Beeinflussung verschiedener Untergruppen der weißen Blutkörperchen. Daraus resultiert eine Förderung des Immunsystems [48,49].

Ebenso konnten nach einer 12-wöchigen Behandlung mit Reishi eine Erhöhung der natürlichen Killerzellen im Blut festgestellt werden. Natürliche Killerzellen (NK) sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen und können virusinfizierte Zellen oder Tumoren eliminieren [50,51].

Eine weitere Studie weist nach, dass Reishi die Einschlafzeit verringern und die Schlafdauer verlängern kann [52,53,54].

Die Einnahme von Reishi ist sicher. Dennoch gibt es vereinzelt leichte Nebenwirkungen wie leichte Bauchschmerzen oder Verdauungsprobleme [55].

Reishi kann als Pulver, Tee oder Extrakt eingenommen werden. Bei der richtigen Zubereitung als Tee werden die Vitalstoffe besonders gut gelöst und aufgenommen. Einnehmen kannst du Reishi als Pulver, Tee oder Extrakt.

  • Pulver: 1500 – 5000 Milligramm pro Tag
  • Tee: 3 – 5 Gramm Pulver in 1 Liter heißem Wasser aufgießen
  • Extrakt: 10 – 20 Milliliter täglich 3-mal einnehmen

Bei schweren Erkrankungen kann die Dosierung erhöht werden. Dies sollte vorab mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Studien konnten gesundheitsfördernde Eigenschaften des Reishi Pilzes feststellen. Ebenso liefert der Vitalpilz Nährstoffe und Mineralen, wie Eisen, Kalium und Kalzium.

Chaga Pilz

Der Chaga Pilz wird in Russland und Europa schon seit Hunderten von Jahren verwendet. Er ist einer der beliebtesten Heilpilze in Russland und wird bei der Behandlung von Krebs eingesetzt [56].

Das Wort Chaga ist eine Ableitung des russischen Wortes Chagayka und bedeutet innere Rinde einer Birke. Der Chaga Pilz wird ebenso schwarzes Gold genannt. Er wächst auf Birken, die mindestens 40 Jahre alt sind [57].

In ihm sind über 200 verschiedene bioaktive Stoffwechselprodukte entdeckt worden, darunter: Triterpene, Ergosterol, Sesquiterpene, Benzoesäure-Derivate, Hispidin, Melanine und Polysaccharide.

Vorläufige Studien haben ergeben, dass Chaga die Produktion der weißen Blutkörperchen anregt. Diese sind für das Immunsystem verantwortlich und helfen dabei Viren und Bakterien zu bekämpfen [58,59].

Chaga produziert eine beeindruckende Anzahl von Stoffwechselprodukten, die als Radikalfänger wirken. Diese können die DNA vor Schäden durch oxidativen Stress schützen.

In einer Studie wurden Zellen mit freien Radikalen behandelt. Dabei traten 40% weniger DNA-Schäden auf, wenn sie zuvor mit dem Chaga Pilzextrakt behandelt wurden [60,61,62].

Ebenso unterstützen die Antioxidantien in Chaga die gesunde Entzündungsreaktion. Denn Chaga kann die Freisetzung bestimmter Zytokine hemmen, die an Entzündungen beteiligt sind [63,64].

Der Chaga Pilz ist allgemein gut verträglich. Jedoch gibt es keine klinischen Studien am Menschen, welche die Sicherheit von Chaga untersuchen. Deshalb empfehlen wir die Verträglichkeit mit einer kleinen Dosis Chaga zu testen und sie mit der Zeit langsam zu erhöhen.

Einnehmen kannst du Chaga als Pulver oder Tee [65].

  • Pulver: 750 – 1500 Milligramm pro Tag
  • Tee: 15 Gramm Chaga Pilz mit 1 Liter heißem Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen

Chaga ist ein Pilz mit einer Vielzahl von Stoffwechselprodukten, welche den Körper stimulieren können. Bekannt ist Chaga für die Immunregulation und die Hemmung von Entzündungen im Körper.

Cordyceps

Die bekannteste Art der Cordyceps Pilze ist der Cordyceps sinensis. Er wächst hauptsächlich in hohen Lagen in Tibet und den chinesischen Provinzen Sichuan, Yunnan, Qinghai und Gansu.

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gelten Cordyceps Pilze als ein besonderes Stärkungsmittel.

Der Cordyceps kann die körperliche Leistungsfähigkeit gesunder älterer Patienten stärken, was sich in einer verbesserten Atmungs- und Stoffwechselfunktion zeigt. 20 gesunde Menschen im Alter von 50-75 Jahren nahmen an dieser Studie teil [65].

Ähnliche Ergebnisse lieferte eine randomisierte Placebo-Studie, die bei gesunden älteren Menschen eine Verbesserung der Sauerstoffaufnahme um 7% zeigte [66].

Eine Studie an Menschen mit geringer Libidofunktion ergab eine Verbesserung von 64,5 %. In einem Bericht aus dem Jahr 2016 wird auf eine Cordyceps-Studie verwiesen, die die Libido und die sexuelle Leistungsfähigkeit bei Männern und Frauen steigerte [67,68].

Cordyceps gilt als allgemein gut verträglich, mit geringen Nebenwirkungen. Bei einigen Anwendern kann es zu leichtem Durchfall und Bauchbeschwerden kommen [69].

Die einfachste Art der Einnahme ist in Kapsel- oder Pulverform. Die typische Dosierung liegt bei 1-3 Gramm pro Tag. Jedoch hat sich in der Forschung eine höhere Dosierung (bis 4 Gramm pro Tag) als wirksam erwiesen [70].

Studien berichten von positiven Auswirkungen des Cordyceps Pilzes im Bereich der Libido und Stoffwechselfunktion.

Schisandra Chinensis

Schisandra (Schisandra chinensis) ist eine Pflanze, deren tiefrote Beeren schon lange in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet werden. Schisandra ist eine sommergrüne Kletterpflanze, die in China und Russland heimisch ist und auf fast allen Böden gedeiht.

Die Beere selbst wird oft als Fünf-Geschmacks-Beere bezeichnet, weil sie alle fünf Grundgeschmacksrichtungen der chinesischen Kräutermedizin besitzt: salzig, süß, sauer, scharf und bitter.

Die Samen der Schisandra-Beere enthalten Lignane. Das sind Stoffe, die positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben können [71].

In einer Studie aus dem Jahr 2017 stellten Forscher fest, dass Schisandrin eine positive Wirkung auf die Alzheimer-Krankheit hat. Zurückzuführen ist das auf die Bildung von überschüssigen Amyloid-Beta-Peptiden im Gehirn [72,73].

Eine andere Studie aus dem Jahr 2016 untersuchte die Wirkung des Schisandra-Extrakts auf Frauen mit Wechseljahrbeschwerden. Es wurden 36 Frauen in den Wechseljahren ein Jahr lang beobachtet. Dabei wurde eine Linderung der Symptome – wie z.B. Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Herzklopfen – beobachtet [74].

Ein weiterer zentraler Vorteil von Schisandra ist seine Fähigkeit, die Ausdauer und die geistige Leistungsfähigkeit steigern zu können [75].

Bisher sind keine Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit Schisandra aufgetreten [71].

Einnehmen kannst du Schisandra täglich als Pulver, Tee oder Fruchtkörper.

  • Pulver: 500  – 2000 Milligramm pro Tag
  • Tee: 5 – 15 Gramm rohe Schisandra Beeren als Tee aufgekocht
  • Fruchtkörper: 1,5 – 6 Gramm rohe Schisandra

Schisandra ist als die Beere der fünf Geschmäcker bekannt. Gemäß Studien kann sie auswirkungen auf die konitive Leistung und Wechselwahrbeschwerden haben.

Goji-Beere

Goji-Beeren, wissenschaftlich bekannt als Lycium barbarum, sind auch als Wolfsbeeren und Gougizi bekannt. Die getrockneten roten Beeren werden seit mehr als 2.000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet [76].

Sie sind für ihren hohen Nährstoffgehalt bekannt. Dabei haben 28 Gramm der Goji-Beere diese Werte [77]:

Brennwert: 97,7 kcal
Protein: 4 g
Ballaststoffe: 3,64 g
Calcium: 53,2 mg
Eisen: 1,9 mg
Vitamin C: 13,6 mg
Vitamin A: 7,5 mg
Threonin: 0,1 g
Leucin: 0,128 g
Alanin: 0,195 g
Arginin: 0,202 g
Phenylalanin: 0,076 g

Wie du siehst, ist schon eine kleine Portion dieser Frucht reich an Ballaststoffen, Eisen und den Vitaminen A und C.

Eisen ist ein wichtiger Mineralstoff, der am Sauerstofftransport und an der Bildung gesunder roter Blutkörperchen beteiligt ist. Die Vitamine A und C spielen eine zentrale Rolle bei der Immunfunktion und wirken als Antioxidantien im Körper [78,79,80].

Außerdem sind sie vollgepackt mit starken Antioxidantien, darunter Carotinoide, Lycopin, Lutein und Polysaccharide [81].

Antioxidantien sind Radikalfänger und helfen dabei schädliche Moleküle, sogenannte freie Radikale, zu neutralisieren und Zellschäden zu verhindern [82].

Gesunde Erwachsene können Goji-Beeren als Teil einer ausgewogenen Ernährung zu sich nehmen.

Allerdings können diese Beeren in seltenen Fällen eine allergische Reaktion auslösen. Dies tritt vor allem bei Menschen auf, die auf andere Früchte allergisch reagieren. Zudem können Goji-Beeren Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten haben, darunter Blutverdünner und Medikamente gegen Diabetes oder Bluthochdruck [83,84,85].

Je nach Verarbeitung sind unterschiedliche Portionen der Goji-Beere für die Einnahme anzusetzen.

  • Getrocknete Goji-Beere: 30 Gramm pro Tag
  • Goji-Beere-Saft: 30 Milliliter und das 2-mal täglich
  • Frische Goji-Beere: 150 Gramm täglich
  • Goji-Kapseln: 2500 Milligramm täglich

Goji-Beeren sind sehr nahrhaft. Sie sind reich an Ballaststoffen, Eiweiß und einer Reihe von Vitaminen und Mineralien, darunter Eisen, Kupfer, Selen und die Vitamine A und C. In seltenen Fällen können allergische Reaktion oder Nebenwirkungen auftreten.

Vorteile von Adaptogenen

 

Vorteile von Adaptogenen gegenüber herkömmlicher Medizin

Die vorliegenden Studien zeigen, dass Adaptogene eine positive Wirkung auf den Körper haben können. Besonders, wenn sie neben anderen Therapien bei chronischen oder akuten Erkrankungen eingesetzt werden [4,18,36,58,65,74].

Ein großer Vorteil bei den Heilpflanzen ist, dass sie im Gegensatz zu verschiedenen Medikamenten keine Abhängigkeit oder Entzugserscheinungen verursachen [11,12,86].

Weiterhin haben alle adaptogene Heilpflanzen eine ausgleichende Wirkung auf Stress sowie ein individuelles Wirkspektrum. Ashwaganda, Ginseng, Cordyceps, Reshi, (…) sind für ihre vielfältige Einsatzmöglichkeit bekannt [4,9,15,21,29,37,43,50,51,60,67,73].

Da diese Pflanzen in der Vergangenheit immer mehr an Beliebtheit gewonnen haben, wurde ebenso die Forschung intensiviert. Zu den 10 oben genannten Adaptogenen gibt es eine fundierte Studienlage und sie sind im Gebrauch allgemein sicher einzunehmen.

Adaptogene können nachweislich physischen und psychischen Stress ausgleichen. Jedoch können die Heilpflanzen weitere positive Wirkungen auf deinen Körper haben. Im Gegensatz zu einigen Medikamenten verursachen Adaptogene keine Abhängigkeiten oder Entzugserscheinungen.

Haben Adaptogene Nebenwirkungen?

Adaptogene sind eine wunderbare Ergänzung zur täglichen Routine, aber es gibt Risiken oder Nebenwirkungen, die mit der Einnahme von Adaptogenen einhergehen können [6,32,33,55,69,83,84].

Ebenso ist die sichere Dosierung oftmals nicht geklärt. Daher kann es leicht passieren, dass eine zu hohe Dosierung eingenommen wird.

Die Nebenwirkungen von Adaptogenen sind in der Regel gering. In seltenen Fällen können Magen-Darm-Beschwerden, lockerer Stuhlgang, Durchfall oder Schläfrigkeit entstehen.

Es ist wichtig mit dem behandelnden Arzt zu sprechen, wenn Symptome auftreten.

Präventiv sollten bestimmte Menschen die Einnahme von Adaptogenen vermeiden oder vorher mit dem behandelnden Arzt absprechen:

  • Schwangere und stillende Frauen
  • Diabetiker
  • Menschen mit hohem oder niedrigem Blutdruck
  • Menschen mit Autoimmunerkrankungen
  • Kandidaten für eine Operation

Adaptogene können Nebenwirkungen haben, jedoch sind diese in der Regel gering. Bestimmte Menschen sollten jedoch zur Einnahme von Adaptogenen ärztliche Beratung hinzuziehen.

Fazit

  • Adaptogene werden seit Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen Medizin genutzt und bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt.
  • Der Name leitet sich vom englischen to adapt ab und bedeutet sich anpassen.
  • Sie sind dafür bekannt eine ausgleichende Wirkung auf körperlichen und geistigen Stress zu haben.
  • Jedoch können Adaptogene viele weitere positive Auswirkungen auf den Körper haben.
  • Adaptogene sind in der alternativ Medizin sowie in der Forschung sehr beliebt.
  • Bei der Einnahme von Adaptogenen treten im Gegensatz zu anderen Medikamenten keine Abhängigkeiten oder Entzugserscheinungen auf.
  • Leichte Nebenwirkungen wurden bei verschiedenen Pflanzen festgestellt.
  • Die Einnahme von Adaptogenen ist bei richtiger Dosierung sicher. Dennoch sollten Schwangere, Stillende oder Menschen mit bestimmten Krankheiten vorher ihren Arzt konsultieren.

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